Entspricht Display Advertising (Bannerwerbung) noch dem heutigen „sitegeist“?
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Entspricht Display Advertising noch dem heutigen „sitegeist“?

Geht es um die Frage, welche Online-Marketing Maßnahme am effektivsten ist, würde „Display Advertising (Bannerwerbung)“ nicht unbedingt weit vorne liegen. Trotzdem ist diese Maßnahme noch weit verbreitet und auf fast jeder bekannten Webseite zu finden. Denn Banner eignen sich aufgrund Ihrer temporären Schaltung besonders gut für Branding-Kampagnen.

Bevor wir der Frage nachgehen, ob sich Bannerwerbung heutzutage überhaupt noch lohnt, klären wir erst einmal die Begrifflichkeiten.

 

Was ist Display Advertising?

Der Begriff „Display Advertising“ ist ein Teil des Online-Marketings und basiert auf grafischen Werbemitteln wie Banner, Buttons und Videos. Daher sprechen viele auch direkt von „Bannerwerbung“ oder kurz „Display Ads“. Häufig hört man in diesem Zusammenhang auch die Begriffe „In-Page Ads“, „In-Page Video Ads“ und „Tandem Ads“.

Die Begriffe „In-Page Ads“ und „In-Page Video Ads“ stehen für die Werbung innerhalb der gängigen Bannerformate (siehe hierzu auch Punkt 2). Unter dem Begriff Tandem Ads versteht man die Darstellung verschiedener Werbeformen auf derselben Seite und desselben Werbetreibenden.

 

Welche Bannerformen gibt es und wo werden sie eingesetzt?

Zunächst geben wir Ihnen einen Überblick über die etablierten Werbeformen:

  • Full Banner (468×80 px): Ist die klassischste Form und meist im Kopf-Bereich der Website.
  • Super Banner oder Leaderboard (728×90 px): Durch die größere Fläche, als der Full Banner, erregt der Super Banner eine höhere Aufmerksamkeit.
  • Rectangle (180×150 px): Ist an drei Seiten von Text umgeben und wird dadurch stärker wahrgenommen.
  • Skyscraper (120×600 px) oder Wide Skyscraper (160×600 px): Meistens an der rechten Seite verankert und durch die längliche Form ein Blickfang.
  • Wallpaper (Größe ist variable): Ist ein Mix aus Leaderboard und Skyscraper und bildet oben und rechts eine Umrandung der Website.
  • Expandable Banner: Diese Variante vieler etablierter Werbeformen hat einen Überraschungseffekt, da er sich bei Berührung mit der Maus ausbreitet und bei Verlassen der Schaltfläche, wieder einrollt.

Diese Formate finden sich z.B. bei Google AdWords Kampagnen und im Universal Ad Package (UAP).

Das UAP ist eine Einigung auf vier Banner-Größen, die international als Standard gelten: Rectangle (180 x 150 Pixel), Superbanner (728 x 90 Pixel), Medium Rectangle (300 x 250 Pixel) und Wide Skyscraper (160 x 600 Pixel).

Wo werden Banner überhaupt eingesetzt?

Zu den Einsatzbereichen von Bannern gehören neben der klassischen Webseite, z.B. auch E-Commerce Plattformen, Online-Shops, Blogs, Foren und weitere Kanäle wie Youtube oder Facebook.

 

Weg von den klassischen hin zu modernen animierten Bannern und Video Ads

Die Bannerwerbung wurde, wie viele andere Online-Marketing Maßnahmen, immer wieder von verschiedenen Online-Agenturen für veraltet erklärt. Auch wenn die Klickrate bei Bannern deutlich niedriger als bei anderen Werbeformen ist, haben Sie aus unserer Sicht trotzdem immer noch eine Daseinsberechtigung.

Gerade bei animierten Bannern kann man die Aufmerksamkeit der User gezielt ansprechen. Mit unter 1 % sind die Klickraten bei Bannern zwar sehr gering, dennoch weisen Studien eine Werbewirkung nach, auch wenn der User nicht auf das Banner klickt. Demnach konnte der Bekanntheitsgrad einer Marke mit einer Testkampagne von 57 Prozent auf 77 Prozent gesteigert werden. Von den Usern wurden hier selbst die konkreten Bannerdesigns erinnert, ohne dass die Teilnehmer geklickt hatten.

 

Banner als Instrument für Branding Kampagnen?

Durch gezielte Branding Kampagnen auf reichweitenstarken Portalen kann die Wahrnehmung der Marke und somit die Brand Awareness gesteigert werden. Mit 1,5 Sekunden verweilt der User in der Regel nur eine kurze Zeit auf den Bannern. Daher sollte seine Botschaft kurz, prägnant und glaubwürdig sein. Außerdem ist es wichtig, dass der Banner seine Zielgruppe anspricht und zum Klicken animiert.

Anders als bei klassischer Print-Werbung, können Sie bei Bannerwerbung von ihrer Messbarkeit profitieren. Vor allem im hochspezialisierten B2B-Sektor wird Bannerwerbung deshalb noch immer unterschätzt. Wenn Sie zum Beispiel Banner zu Ihren Produkten und Dienstleitungen geschickt als Problemlöser auf Fachwebseiten schalten, können Sie die Aufmerksamkeit vieler Entscheider erregen.

Es lässt sich leider nicht vermeiden, dass einige User auf die Banner-Flut gereizt reagieren und sich als Antwort darauf beispielsweise Adblocker-Software installieren. Dies wird jedoch eher im B2C-Bereich beobachtet. Auf den meisten Firmenrechnern ist in der Regel kein Adblocker installiert und die Installation ist in der Regel auch nicht ohne die Unterstützung des Administrators möglich.

 

Finanzierungsmodelle vom Display Advertising

Es gibt zwei verschiedene Abrechnungsarten: Entweder auf Basis des sog. Tausender-Kontaktpreis (kurz TKP) oder auf Erfolgsbasis. Beim TKP erhält der Werbende genau den Preis, um 1.000 Kunden mit der Bannerwerbung zu erreichen. Beim erfolgsbasierten Modell gibt es zwei Varianten „Cost-per-Click“ oder „Cost-per-Lead“. Beim „Cost-per-Click“ fallen Kosten an, sobald ein Nutzer auf den jeweiligen Banner geklickt hat. Beim „Cost-per-Lead“ fallen die Kosten erst an, wenn der Nutzer nach dem Klick auf den Banner noch eine definierte Aktion durchführt. Dies kann zum Beispiel der Kauf eines Produkts oder die Reservierung einer Veranstaltung sein. Der Erfolg von Bannerwerbung wird durch die sog. „Click-Through-Rate“ gemessen.

 

Unser Fazit

Auch wenn die klassische Bannerwerbung durch Adblocker oder alternative Online-Marketing-Maßnahmen immer wieder zurückgedrängt wurde, ist diese Werbeform weiterhin im Online-Markt etabliert. Sie sind zwar nicht sehr beliebt, können aber durch das richtige Design trotzdem gezielt Aufmerksamkeit beim Kunden wecken.

Gerade im Hinblick auf Branding-Kampagnen bietet sich diese Maßnahme an. Auch Banner sind von stetigen Veränderungen in der schnelllebigen Internetwelt nicht ausgeschlossen. Sie werden heutzutage z.B. oft begleitend zu YouTube-Videos gezeigt. Der Trend innerhalb der Bannerszene geht immer weiter hin zu voll animierten Bannern und Videoeinbindungen. Wir sind sicher, dass sich dieser Trend in naher Zukunft in noch spannendere Anwendungen bringt und behalten diese Entwicklung für Sie im Auge!

 

Quellen u.a.:

b2bmarketing.works/blog/digital-marketing/werbeformate-vorgestellt-display-werbung/

5 gute Gründe, warum Sie B2B-Bannerwerbung nicht unterschätzen sollten:

www.lumitos.com/de/blog/5-gute-gruende-fuer-bannerwerbung-im-b2b-bereich/


 

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